Wir Enten müssen uns derzeit umgewöhnen: Nichts ist es mit einem schönen Morgenbad, denn unser See ist zugefroren. So mussten wir uns eine andere Beschäftigung suchen. „Wettlauf übers Eis, das vertreibt die Müdigkeit aus unseren Federn“, schnatterte ich. Agnes kicherte: „Klingt gut! Das Eis sieht auch so dick aus, dass wir nicht einbrechen werden.“ Also machten wir uns auf den Weg über das Eis – leichter gequakt als getan! Immer wieder rutschten wir auf dem Eis aus. Ich stöhnte: „So anstrengend habe ich mir das nicht vorgestellt!“ Ich schnatterte: „Wir sollten uns Schlittschuhe besorgen. Mit denen kann man gleiten, wenn man es beherrscht.“ Ich habe nämlich schon öfter Zweibeinern beim Schlittschuhlaufen zugesehen. Schlittschuhe sehen aus wie normale Schuhe, aber unter der Fußsohle ist eine schmale Kufe aus Eisen befestigt.
Agnes schnatterte: „Du weißt schon, dass früher Tiere sterben mussten für diese Kufen?“ Ich schaute erschrocken – und Agnes schweifte aus: Sie quakte, dass es Schlittschuhe schon sehr lange gibt. Vor ungefähr 4000 Jahren hatten die Zweibeiner das gleiche Problem wie wir zwei Enten heute. Deshalb überlegten sich die Zweibeiner aus Skandinavien und Mitteleuropa einen Trick: Sie schnitzten Kufen aus Tierknochen und schnallten sich diese mit Lederriemen unter die Füße, um sich auf zugefrorenen Gewässern besser bewegen zu können. Die Schlittschuhe halfen ihnen zum Beispiel bei der Jagd oder beim Transport von Dingen.
Eure Paula