München – Schnee und Eis haben am Wochenende zu mehreren Unfällen in Bayern geführt, die meisten gingen glimpflich aus. Schon am Freitag war es auf der Staatsstraße zwischen Bad Tölz und Dietramszell zu einem Unfall mit zwei Schwerverletzten gekommen. Ein 65-jähriger Tölzer war in einer Linkskurve von der Straße abgekommen, geriet ins Schleudern und prallte mit einem entgegenkommenden Auto zusammen. Der 65-Jährige und der 63-jährige Dacia-Fahrer wurden in Krankenhäuser gebracht. In Lenggries prallte eine 40-Jährige mit dem Auto einer vierköpfigen Familie aus Iffeldorf zusammen. Der 34-jährige Vater und sein fünfjähriger Sohn wurden leicht verletzt.
In Stephanskirchen im Kreis Rosenheim hat ein 20-Jähriger den Bahnverkehr lahmgelegt. Er war zu schnell unterwegs und prallte aufgrund der Glätte gegen die Schrankenanlage. Die Bahnstrecke war knapp eine Stunde gesperrt. In Oberstdorf im Oberallgäu kam es auf der B 19 zu einem Verkehrschaos: Viele Fahrzeuge missachteten die Schneekettenpflicht, gerieten ins Rutschen oder blieben stecken.
In Johanneskirchen (Kreis Rottal-Inn) geriet ein Lastwagen in den Gegenverkehr und prallte mit einem Auto zusammen. Der Wagen überschlug sich und landete im Straßengraben. Die Autofahrerin und ihre beiden 13 und zehn Jahre alten Mitfahrer wurden verletzt, der Lkw-Fahrer ebenfalls. In der Oberpfalz sind bei einem Unfall zwei Menschen verletzt worden. Ein 32-Jähriger war mit Sommerreifen unterwegs, geriet auf der glatten Straße ins Schleudern und prallte mit einem Auto zusammen. Ein dritter Wagen prallte in die Unfallstelle. In Aschaffenburg prallte ein Auto gegen eine Tunnelwand und überschlug sich. Fahrerin und Beifahrer wurden verletzt.
Im Norden Deutschlands, wo Sturmtief Elli noch schwerer gewütet hatte, lief der Bahnverkehr Stück für Stück wieder an. Wie berichtet war der Fernverkehr rund um Hannover komplett eingestellt worden. Auch auf den Straßen kam es zu mehreren Glätteunfällen. Der Deutsche Wetterdienst hatte aber am Samstagabend die Warnungen vor extremem Schneefall aufgehoben.
Zum Wochenbeginn werden zwar weiterhin Minustemperaturen erwartet, es wird aber milder. Die Meteorologen warnen jedoch weiterhin vor Glätte durch überfrierende Nässe. In den bayerischen Alpen ist die Lawinengefahr weiter gestiegen – auf Stufe vier von fünf in den Höhenlagen. Hauptproblem ist der sogenannte Triebschnee – lockerer Schnee, der verweht wird.MM/DPA