ÖDP-Petition gegen Flächenfraß
München – Die ÖDP Bayern startet eine Petition gegen „den dramatischen Flächenverbrauch“. Sie fordert, die im Koalitionsvertrag der Staatsregierung enthaltene Marke von maximal fünf Hektar Flächenverbrauch pro Tag als Staatsziel in die Verfassung aufzunehmen. 2024 wurden laut Landesamt für Statistik täglich durchschnittlich 9,8 Hektar für Siedlungs- und Verkehrszwecke in Anspruch genommen – also eine Fläche von 14 Fußballfeldern. „Unser Land verliert durch ausufernden Flächenfraß jeden Tag an Schönheit und Landschaft“, sagt Tobias Ruff, Co-Landesvorsitzender der ÖDP. Unversiegelte Böden seien wichtig für Artenreichtum, Landwirtschaft und Hochwassermanagement.
Ehepaar verklagt Reiseveranstalter Tui
Bichl – Ein Ehepaar aus Bichl im Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen klagt vor dem Landgericht München II gegen den Reiseveranstalter Tui und fordert knapp 5900 Euro an Schadensersatz und „für nutzlos aufgewendete Urlaubszeit“. Das Paar hatte 2024 eine Pauschalreise in die Dominikanische Republik für 3700 Euro wegen eines fehlenden Formulars nicht antreten können. Am Flughafen München wurde der Flug verweigert – trotz fixer Online-Anmeldung wenige Minuten nach Check-in-Schluss. Der Rest des Verfahrens läuft schriftlich. Die Richterin ließ durchblicken, dass sie im Sinne der Kläger entscheiden könnte. TOS
Felsenlabyrinth wird Naturmonument
Wunsiedel – Das Felsenlabyrinth Luisenburg im oberfränkischen Wunsiedel wird zum 1. Februar als Nationales Naturmonument ausgewiesen, teilt die Bayerische Staatskanzlei mit. Das größte Felsenlabyrinth Europas ist dann nach der Weltenburger Enge an der Donau das zweite Nationale Naturmonument im Freistaat. Jene rechtsverbindlich festgesetzten Gebiete sind aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, kulturhistorischen oder landeskundlichen Gründen und wegen ihrer Seltenheit, Eigenart oder Schönheit von herausragender Bedeutung. Neben dem Erhalt der Felsformationen profitierten von der Ausweisung auch natürliche Fichtenblockwälder und Waldstrukturen in Wunsiedel.
Autodiebe landen bei Schnee im Straßengraben
Kronach – Ein Trio hat im oberfränkischen Kronach ein Auto gestohlen und sich damit im Straßengraben festgefahren. Das Auto war auf der B303 im Kreis Kulmbach von der schneebedeckten Fahrbahn abgekommen. Die zwei 18-Jährigen und der 19-Jährige hatten ein gestohlenes Kennzeichen angebracht. Die Polizei fand zwei nach dem Unfall am Freitag im Auto vor und nahm den Dritten kurz danach fest. Der 19-Jährige soll zudem im Dezember einen Tresor mit Gold- und Silberbarren im Wert von 45 000 Euro aus einem Haus in der Region gestohlen haben.