München – Trotz Absagen hochkarätiger Politiker sieht Organisatorin Christiane Goetz-Weimer den Ludwig-Erhard-Gipfel nicht in seiner Existenz gefährdet. „Gerade in Zeiten, in denen unterschiedlichste Meldungen und Gerüchte kursieren, ist es gut, auf gewachsene und vertrauensvolle Partnerschaften bauen zu können. Unsere langjährigen Partner können vieles gut einordnen“, sagte die Verlegerin der Weimer Media Group und Frau von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer. Der Gipfel soll Ende April stattfinden.
Nachdem Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erklärt hatte, er wolle in diesem Jahr weder als Schirmherr fungieren noch persönlich bei der Veranstaltung erscheinen, sagten auch andere Politiker ab – darunter SPD-Chef Lars Klingbeil, Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) und Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU). Es werde aber auch dieses Jahr „hochrangige Speaker sowie renommierte Partner und Gäste“ geben.
Allerdings beklagte Goetz-Weimer Diffamierung: „Nicht zu akzeptieren ist aber, dass – insbesondere vonseiten der AfD –hier gezielt diffamiert wird.“ Da sei „jeder Anstand verloren gegangen“. „Spitzenvertreter aller Parteien der politischen Mitte gehören seit dem ersten Ludwig-Erhard-Gipfel zu den regelmäßigen Gästen“, sagte Goetz-Weimer. „Politiker von Links- wie Rechtsaußen, die Linke und die AfD, erhalten dort hingegen keine Bühne. Auch 2026 nicht. Die AfD versucht seit Jahren, endlich am Gipfel teilnehmen zu dürfen.“ Den Vorwurf, man könne auf dem Gipfel gegen Geld Zugang zu Politikern erhalten, wies Weimer-Goetz zurück.DPA