Ein Rufbus ist in Holzkirchen unterwegs. © THO. PLETTENBERG
München – Die Busbranche in Bayern kämpft mit Problemen. Betrieben falle es zunehmend schwer, ihre vertraglichen Verpflichtungen im öffentlichen Personennahverkehr und im Schülerverkehr zu 100 Prozent sicherzustellen, teilte der Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen (LBO) mit. Dabei sei der Bus gerade im ländlichen Raum unverzichtbar. Der Verband fordert vom Freistaat eine langfristige Finanzierungszusage.
Als Gründe nannte LBO-Geschäftsführer Stephan Rabl eine dramatische Unterfinanzierung des ÖPNV und nicht kostendeckende Verkehrsverträge. Zudem fehlten bayernweit rund 4000 Busfahrer. Der Verband tritt deshalb auch für auskömmliche und mittelstandsfreundliche Verträge ein, den Bürokratieabbau sowie eine Reform des Führerscheinrechts.
Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) sagte, man nehme diese Sorgen „sehr ernst“. Der ÖPNV im Freistaat entwickle sich aber sehr gut. Er verwies auch auf Angebote wie Rufbusse oder On-Demand-Verkehr, die flexibel auf die Bedürfnisse der Fahrgäste reagieren können.