Tegernsee – Nach dem Ärger um den Ludwig-Erhard-Gipfel am Tegernsee wollte sich Kulturstaatsminister Wolfram Weimer aus dem privaten Mediengeschäft zurückziehen. Die Firmenanteile am Verlag Weimer Media Group hat der parteilose Politiker an einen Treuhänder übergeben. Doch nun sorgte ein Handelsregistereintrag von Mitte Januar für Irritationen. Demnach ist Weimer bei einer „Weimer Neureuth GmbH“ verantwortlich für „leitende redaktionelle Arbeit“ bei von „Dritten herausgegebenen Publikationsorganen“ wie Zeitschriften und Magazinen „sowie für Hörfunk- und Fernsehsendungen“. Dies passt nicht zur Zusicherung des Kulturstaatsministers, keine Anteile mehr an Medienunternehmen zu halten. Weimers Anwalt betont auf Anfrage: Es handle sich bei der GmbH keineswegs um eine Neugründung, „sondern um eine jetzt nach Tegernsee umgezogene GmbH, die seit über 20 Jahren im Besitz von Dr. Weimer ist“. Die Gesellschaft habe keinen Bezug zur Weimer Media Group. Bei der Satzung und deren Anmeldung handle es sich um einen Fehler des Notars, der inzwischen korrigiert wurde. Mittlerweile wird als alleiniger Unternehmenszweck das „Halten und Verwalten eigenen Vermögens“ genannt.KW