Marsch gegen Judenhass

von Redaktion

Gedenken in Dachau – Vorbild ist der „March of the Living“ in Auschwitz

Vorbild für die Veranstaltung: der jährliche Gedenkzug in Auschwitz. © Andrzej Grygiel/dpa

Dachau – Antisemitismus an Unis, Hamas-Demos auf den Straßen – die jüdische Minderheit in Deutschland sieht sich zahlreichen Anfeindungen ausgesetzt. Als Zeichen gegen Judenhass soll nun am kommenden Sonntag (25. Januar) mit einem „March of the Living“ Flagge gezeigt werden. Dazu aufgerufen haben der Dachauer Landrat Stefan Löwl mit dem Münchner Wirtschaftswissenschaftler Guy Katz. Auch die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, und der Antisemitismusbeauftragte des Landkreises Dachau, Michael Holland, unterstützen den Marsch als Schirmherren. Eröffnet wird der Gedenkmarsch am Sonntag um 14 Uhr am Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte.

Vorbild für den „March of the Living“ ist der jährliche Gedenkmarsch vom ehemaligen KZ Auschwitz I zum Vernichtungslager Birkenau. Seit 1988 erinnern so Überlebende des NS-Terrors jedes Jahr an den Holocaust.

Nach Grußworten stellen am Sonntag Schüler aus dem Kreis Dachau Beiträge zur Erinnerung an den Holocaust vor. Auch eine muslimische Schülerin beteiligt sich. Zudem unterstützt Schauspielerin Uschi Glas die Veranstaltung. „Ziel ist ein sichtbares, würdiges und breites Zeichen gegen Judenhass sowie für Verantwortung, Erinnerung und gesellschaftlichen Zusammenhalt“, so die Initiatoren. Nach der Eröffnung wollen die Teilnehmer drei Kilometer bis zum Dachauer Bahnhof ziehen – jener Ort, der symbolisch für den Leidensweg von Deportierten stehe. Jeder kann an dem Gedenkzug ohne Anmeldung teilnehmen.DW

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