Tochter zu Missbrauch angeboten

von Redaktion

Erstes Treffen sollte 100 Euro kosten

Augsburg – Weil sie ihre Tochter im Alter von unter acht Jahren einem Mann zum Sex angeboten hat, ist eine Mutter vom Amtsgericht Augsburg zu einer dreieinhalbjährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Der Kontakt mit dem Mann lief über einen Messenger-Dienst. Die Mutter forderte vorab 100 Euro und gab ihre Bankverbindung an. Zum Treffen kam es nicht, weil der Chat-Partner die Polizei einschaltete.

Die 30-Jährige behauptete vor Gericht, dass es ihr mit dem Chat nur darum gegangen sei, Pädophile zu überführen. Die Richterin nahm ihr das nicht ab, schloss aber nicht aus, dass sie letztendlich nur das Geld haben wollte und ohne Kind zum Treffen erschienen wäre.

Die Richterin bezeichnete das Handeln der Angeklagten als „widerlich“ und verurteilte sie wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und weiteren Straftaten. Das Strafgesetzbuch definiert schon das Anbieten von Kindern für sexuelle Handlungen als Missbrauchstat. In der Wohnung der Frau war auch eine pornografische Aufnahme des Mädchens entdeckt worden. Die Ermittler glauben, dass die Mutter das Foto gemacht hatte, um es im Internet zu verkaufen. Die Richterin sagte, es sei zu hoffen, dass das bei der Oma lebende Kind der Mutter entzogen würde. DPA

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