Viele Menschen sind auf die Tafel angewiesen. © Karmann
Regensburg – Die Staatsanwaltschaft Regensburg hat Anklage gegen die frühere Chefin der Regensburger Tafel erhoben. Ihr werde Untreue in 255 Fällen vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die 50-Jährige soll zwischen 2021 und 2024 Geld und Vermögensgegenstände veruntreut haben – in Höhe von etwa 68 000 Euro.
Im vergangenen Sommer kam die Frau wegen der Vorwürfe in Untersuchungshaft. Der entsprechende Haftbefehl sei derzeit gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit.
Ausgangspunkt der Ermittlungen sei eine Anzeige einer ehemaligen Mitarbeiterin des Vereins gewesen; ihr seien mögliche Unregelmäßigkeiten aufgefallen. Die Ex-Chefin der Tafel habe die ihr zur Last gelegten Taten im Wesentlichen eingeräumt. Sie habe bei einer Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts sogar angegeben, eine weitaus höhere Summe veruntreut zu haben. Nach Auswertung der sichergestellten Unterlagen habe sich aber der Betrag von etwa 68 000 Euro ergeben. Für die Angeschuldigte gelte die Unschuldsvermutung, betonte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Nun muss das Amtsgericht Regensburg entscheiden, ob es die Anklage zur Hauptverhandlung zulässt.
Jörg Meyer, einer der beiden Verteidiger der Frau, teilte auf Anfrage mit, dass man sich momentan nicht zur Anklageschrift äußern werde. Die 50-Jährige hatte im Juli ihr Amt bei der Tafel niedergelegt.DPA