Paritätischer warnt vor Kürzungen

von Redaktion

Verband fordert konsequenten Ausbau von sozialen Angeboten

München – Sechs Wochen vor der Kommunalwahl hat der Paritätische Wohlfahrtsverband Bayern vor Kürzungen bei Sozialleistungen in Städten und Gemeinden gewarnt. „Ob Kinderbetreuung, Inklusion, Altenhilfe oder Schutz vor Gewalt – soziale Infrastruktur entscheidet darüber, ob Menschen sich sicher fühlen, teilhaben können und Vertrauen in Politik und Demokratie behalten“, sagte die Vorständin Margit Berndl. „Wer hier kürzt, spart nicht – er verschiebt die Kosten und gefährdet den sozialen Frieden in unseren Städten und Gemeinden.“

Soziale Angebote seien kein Luxus, sondern eine Investition in Lebensqualität, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Demokratie. Auch kommunaler Spardruck dürfe nicht dazu führen, soziale Leistungen zur Disposition zu stellen: „Gerade in Zeiten multipler Krisen braucht es stabile, verlässliche Strukturen, die präventiv wirken und Folgekosten vermeiden“, forderte Berndl. Statt Kürzungen brauche es einen konsequenten Ausbau inklusiver Sozialräume, qualitativ hochwertige Kitas und Ganztagsangebote, eine auskömmlich finanzierte Kinder- und Jugendhilfe, eine verbindliche kommunale Altenhilfe- und Pflegeplanung und eine menschenwürdige sowie integrationsfördernde Unterbringung Geflüchteter. Der Sozialverband VdK hatte wie berichtet am Freitag ein ähnliches Forderungspapier an die Kommunalpolitiker veröffentlicht.DPA

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