Umweltsünder auf frischer Tat ertappt

von Redaktion

Sperrmüll-Probleme in Hebertshausen – Bauer handelt sofort

Sperrmüll am Wegesrand auf Hebertshausener Flur. © Privat

Hebertshausen – Im Kreis Dachau hat ein Landwirt wohl drei Männer davon abgehalten, Sperrmüll illegal in der Natur zu entsorgen. Ihm war ihr Mercedes Sprinter bei einer Kontrollfahrt entlang seiner Felder aufgefallen. Als die Männer davonfuhren, folgte er ihnen bis zum Bahnhof Hebertshausen. „Der Landwirt hat sie darauf angesprochen, was sie auf seinen Feldern zu suchen hätten“, erzählt Bürgermeister Richard Reischl, „und er schaute in den Laderaum, wo sich jede Menge Sperrmüll befand.“ Wegen Reischl hatte der Landwirt überhaupt erst seine Felder abgefahren. Denn der Bürgermeister hatte einen Zeugenaufruf in den Sozialen Netzwerken veröffentlicht, nachdem vor Kurzem 20 Säcke voller Dämmwolle und einige Tage später sogar ein halber Hausstand auf einem Feldweg gefunden worden waren.

Am vergangenen Sonntag lag dann 100 Meter vom Bahnhof entfernt Sperrmüll. Offenbar genau der Müll, den der Landwirt zuvor im Sprinter gesehen hatte. Der Bürgermeister hat in Absprache Anzeige erstattet. Neben dem Autokennzeichen müsse noch den Hinweisen des Landwirts und Bürgermeisters nachgegangen werden, teilt ein Polizeisprecher mit. Sollte es sich tatsächlich um Müllsünder handeln, kümmert sich das Ordnungsamt am Landratsamt um die Ordnungswidrigkeit: „Bei Ersttätern werden 500 Euro plus die Kosten für die Müllentsorgung fällig“. ZIM

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