Gestern zog ein unverkennbarer Duft nach zuckersüßem Hefeteig durch die Redaktion, als ich morgens zur Konferenz watschelte. Auf dem Besprechungstisch stapelten sich dutzende Faschingskrapfen und ich erfuhr viel über das Faschingsgebäck. Abends quakte ich es meinen Freunden: „Es gibt viereckige Krapfen, die sind eine Spezialität in Brienz, das liegt in der Schweiz“, schnatterte ich. „Der Brienzer Krapfen ist quadratisch und mit einem Mus aus gedörrten Birnen und gehackten Baumnüssen gefüllt. In Belgien gibt es Krapfen aus Rosinenteig, die Smoutebollen oder Oliebollen genannt werden“, quakte ich weiter. „Rosinen sind auch was Feines“, brummte Waschbär Waldemar. „Im Norden unseres Landes backen die Zweibeiner längliche Krapfen, die ohne Füllung sind und Kameruner heißen“, quakte ich. „Kameruner?“, schnatterte Agnes, „Kamerun ist doch ein Land in Afrika. Kommt da der Name her? Gibt es in Afrika Krapfen?“ „Das weiß ich nicht“, schnatterte ich, „aber auf Hawaii gibt es Krapfen.“ „Auf der Südsee-Insel?“, schnatterte Klara. „Auf der Südsee-Insel, genau. Einwanderer aus Portugal haben sie dorthin mitgebracht. Die Zweibeiner nennen sie Malasadas. Und in Italien gibt es die Bombolini, das sind etwas kleinere Krapfen.“
Agnes gingen die Krapfen von Hawaii den ganzen Abend lang nicht aus dem Kopf. „Was meinst du, Paula, ob sie wohl mit Kokosnuss gefüllt sind?“ Ich wusste es nicht. Was meint Ihr? Eure Paula