Mittenwald – Der Prozess gegen den Vorstand der Karwendelbahn, Wolfgang Reich, ist geplatzt. Das Amtsgericht München setzte gestern das Verfahren aus. Die Vorsitzende Richterin hätte weitere Prozesstage benötigt. Doch Reich begibt sich heute auf eine vierwöchige Fernreise. Das Verfahren muss aber binnen drei Wochen in seiner Anwesenheit fortgesetzt werden. Dem 45-jährigen wird Untreue in drei Fällen vorgeworfen. 2016 soll er als faktisch alleiniger Vorstand insgesamt 120000 Euro vom Konto der Karwendelbahn in Mittenwald (Kreis Garmisch-Partenkirchen) auf ein Privatkonto abgezweigt haben. Die Aktionäre sollen nicht gefragt worden sein. Der Staatsanwalt ärgerte sich mächtig über das Prozessende und witterte hinter den eng getakteten Urlaubsplänen des Angeklagten ein Komplott. Dessen Anwälte wiederum wetterten gegen die Gemeinde Mittenwald, die diesen Prozess „orchestriere“. Im März soll das Verfahren nochmals aufgerollt werden.WAL