LBV: Immer mehr geschützte Vögel getötet

von Redaktion

Hilpoltstein – Vergiftet, beschossen, in Fallen gefangen: Die illegale Verfolgung und Tötung geschützter Vögel in Bayern nimmt zu. Im vergangenen Jahr seien 30 vergiftete Vögel gezählt worden, teilte der Landesbund für Vogelschutz mit. Dazu kommen Beschuss und illegale Fangmethoden. Der LBV und die Gregor-Louisoder-Umweltstiftung (GLUS) hatten im Rahmen ihres Projekts „Tatort Natur“ so viele Fälle von Naturschutzkriminalität registriert wie seit vier Jahren nicht mehr. Von einer hohen Dunkelziffer sei auszugehen. „Die illegale Verfolgung geschützter Arten ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat“, sagte LBV-Projektmitarbeiterin Nicole Meier. Insgesamt sind 133 tote Großvögel gemeldet worden. In 30 Fällen wurde eine Vergiftung nachgewiesen. Besonders oft sei dabei das seit 2008 in der Europäischen Union verbotene Insektizid Carbofuran zum Einsatz gekommen. EPD

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