Großeinsatz für die Räumdienste in München. © Hoppe
Ein umgekippter Lkw hatte eine lange Sperre im Berufsverkehr auf der B2 bei Oberau und dem Autobahnanschluss Garmisch zur Folge. © Dominik Bartl
Eschenlohe/Dachau – Schnee, Glätte, Unfälle und Ausfälle: Der erneute Wintereinbruch hat für erhebliche Beeinträchtigungen auf Bayerns Straßen gesorgt. Auf der B2 bei Oberau im Kreis Garmisch-Partenkirchen brauchten Pendler am gestrigen Morgen starke Nerven – im Auto und im Zug. Ein Laster war gegen vier Uhr auf Höhe des Nordportals des Auerbergtunnels auf die Gegenfahrbahn geraten und mit der Leitplanke kollidiert. Sein Anhänger kippte dann auf die Bahnstrecke, die Garmisch-Partenkirchen und Murnau verbindet.
Der Fahrer ist laut Polizei wohl zu schnell unterwegs gewesen. Verletzt wurde niemand. Aber durch die halbseitige Sperrung der B2 bildete sich ein kilometerlanger Stau. Sie konnte erst nach der Bergung des Gespanns gegen 11 Uhr freigegeben werden. Züge auf der Stecke rollten wegen einer beschädigten Schwelle erst wieder mittags.
In mehreren Orten, darunter in Bayreuth, musste gestern zeitweise der Busverkehr eingestellt werden, auch die Müllabfuhr konnte in einigen Landkreisen nicht fahren. Allein in der Oberpfalz registrierte die Polizei bis zum Vormittag rund 50 Unfälle. In Schwaben wurden zwei Schulkinder leicht verletzt, als ihr Bus von der schneeglatten Straße in einen Graben rutschte.
In der Dachauer Altstadt endete ein Glätteunfall tödlich: Ein 68-Jähriger ist nach einem Sturz gestorben. Eine Passantin hatte ihm zunächst noch vom vereisten Boden auf geholfen. Während sie den Rettungsdienst rief, verschlechterte sich sein Zustand rapide. Ein weiterer Passant, Mitglied der Feuerwehr, reanimierte den Bewusstlosen. Wenig später starb er im Krankenhaus.
In Bamberg starb gestern zudem ein 41-Jähriger. Die Ärzte hatten tagelang um sein Leben gekämpft, nachdem ihm nach den starken Schneefällen am Montag ein herabstürzender Ast getroffen hatte.