LIEBE KINDER

von Redaktion

Am See war es noch grau und kalt, aber Frau Dr. Berta Raspelzahn schaffte es mal wieder, dass ich vor meinem inneren Auge alles in leuchtenden Farben sah. Sie zeigte mir ein Buch und wir tauchten zusammen ein in eine geheimnisvolle Welt. Auch die Biberin bekam einen ganz verträumten Blick, als sie sagte: „Ich möchte so gerne mal nach Venedig, die Stadt der Wasserstraßen.“

Sie zeigte auf ein Bild voller bunter Gestalten. „In Venedig heißt Fasching Carnevale. Schon vor vielen hundert Jahren haben die Leute ihn hier gefeiert, bevor die Fastenzeit begann. Und weil Venedig reich war, wurde das Fest riesig: Musik, Umzüge und rauschende Fest, bei denen jeder eine Maske trug.“ Interessant, dachte ich, aber warum sollte man mit einer Maske auf einenn Ball gehen? Berta begründete das so: „Wenn die Menschen Masken trugen, sah man nicht gleich, wer arm oder reich war. Alle konnten nebeneinander lachen, tanzen und Späße machen. Eine Maske ist wie ein kleines Versteck.“ Klara, die neugierig zugehört hatte, paddelte uns zu. „Dann traut man sich mehr?“ fragte Klara. „Genau“, sagte Berta. „Man spielt eine Rolle.“ Berta erklärte dass auch heute im Carneval die Zweibeiner maskiert durch die Gassen Venedigs spazieren, auf Brücken stehen und winken, als wären sie selbst Figuren aus einem Theaterstück. Auf dem Markusplatz sammeln sich alle, und manche fahren sogar im Kostüm mit Gondeln über die Kanäle. Abends gibt es Maskenbälle mit Musik und Tanz.“ Eure Paula

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