Mit Hinweistafeln informiert die Bahn die Fahrgäste in Nürnberg über die monatelangen Einschränkungen. © dpa
Nürnberg – Die Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Regensburg gehört zu den wichtigsten Verkehrsachsen in Bayern. Nun wird sie über Monate gesperrt. Der Grund: Die Deutsche Bahn wird Gleise, Weichen, Oberleitungen und Bahnhöfe entlang der fast 90 Kilometer langen Bahnlinie umfassend sanieren.
Die Generalsanierung startet laut DB am kommenden Freitag. Die Bauarbeiten sollen fünf Monate dauern und bis zum 10. Juli gehen. Entlang der Bahnlinie sollen auf rund 80 Kilometern neue Gleise verlegt und auf rund 90 Kilometern Oberleitungen erneuert werden. 20 Bahnhöfe sollen modernisiert und so barrierefrei werden. An sieben Stationen sollen etwa Bahnsteige neu errichtet werden, damit Reisende künftig stufenlos in die Züge steigen können. In Beratzhausen (Landkreis Regensburg) und Parsberg (Landkreis Neumarkt) sollen Aufzüge eingebaut werden. Ein Fokus liegt laut der Bahn auf der Sanierung eines 37 Meter hohen Bahndamms bei Deining in der Oberpfalz, der sich seit vielen Jahren verformt. Außerdem wird an einer Brücke bei Burgthann gebaut.
Während der Generalsanierung fahren im Regionalverkehr zwischen Nürnberg und Regensburg Busse auf den Linien S3, RE 22, RE 50, und RB 51. Auf jeder Linie soll es mehrere Busse pro Stunde geben. Die Fahrtzeit verlängert sich dabei aber beträchtlich: Während man normalerweise mit dem RE 50 knapp eine Stunde von Nürnberg nach Regensburg braucht, wird es mit dem Bus doppelt so lange dauern. Dazu gibt es Expressbusse, die über die Autobahn fahren. Außerdem kann man per Zug mit der Linie RE 40 von Nürnberg über Schwandorf nach Regensburg fahren. Die Fahrtzeit beträgt eine Stunde und 40 Minuten.
Ersatzverkehr wird es auch auf angrenzenden Strecken zwischen Ingolstadt und Regensburg sowie München und Passau geben, weil Güterzüge wegen der Bauarbeiten umgeleitet werden müssen. Damit das klappt, muss laut Bahn der Zugverkehr auf diesen Strecken ausgedünnt werden.
Im Fernverkehr müssen die Reisenden vor allem mehr Zeit mitbringen. ICE-Züge werden von Nürnberg über Ingolstadt umgeleitet und brauchen rund eine Stunde länger als bisher, um nach Regensburg zu kommen. Zusätzlich wird ein ICE pro Tag und Richtung von München über Landshut, Regensburg und Passau nach Wien fahren. Alle weiteren ICE-Züge beginnen beziehungsweise enden in Nürnberg. Weil dann zwischen Nürnberg und München noch mehr Züge fahren werden als sonst, brauchen die ICE bis zu 15 Minuten länger für die Strecke.
Reisende können sich auf der Website der Deutschen Bahn (https://www.bahn.de/service/fahrplaene/bauarbeiten) oder in der App DB Navigator über alternative Verbindungen informieren. Außerdem hat die Bahn einen WhatsApp-Kanal „Generalsanierung Nürnberg – Regensburg“ eingerichtet, in dem es Informationen zu den Bauarbeiten gibtDPA