Neustart für Bahnlinie München–Prag

von Redaktion

München – Das bayerische und das tschechische Verkehrsministerium starten gemeinsam einen neuen Anlauf, um ab Ende 2031 einen neuen Betreiber für die Bahnlinie München–Prag zu finden. Nach einer ersten Ausschreibung hatte sich kein Interessent gefunden, jetzt wurden die Anforderungen verändert. So sind weniger Loks, weniger Rangierfahrten und weniger Personal erforderlich. Er hoffe, dass nun „mehrere Interessenten für diese prestigeträchtige Strecke ihren Hut in den Ring werfen“, erklärte Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU).

Derzeitiger Betreiber der Linie RE 25 ist die Länderbahn, die noch Waggons aus den 1980er-Jahren einsetzt. Ihre Züge sind oft verspätet, regulär dauert die Fahrt fast fünfeinhalb Stunden. Mit dem Flixbus geht es teils deutlich flotter. Auf der Strecke wechseln sich elektrifizierte und nicht elektrifizierte Abschnitte ab, es gibt laut Bayerischer Eisenbahngesellschaft drei Stromsysteme und daher dreimal Lokwechsel (in Regensburg, Schwandorf und Pilsen), was Zeit kostet. Die BEG hofft künftig auf den Einsatz von Hybridloks. Nur in Pilsen werde weiter ein Lokwechsel notwendig sein.DW

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