Mehr Wohnungsbau

von Redaktion

Trendwende in Nord- und Ostbayern

Fürth – Bei den Baugenehmigungen für Wohnungen in Bayern deutet sich eine Trendwende an. Nach drei teils deutlichen Rückgängen ist ihre Zahl 2025 erstmals wieder gestiegen, wie das Landesamt für Statistik mitteilt. 54 149 genehmigte Wohnungen bedeuten ein Plus von 5,1 Prozent. Allerdings ist das immer noch weit unter dem alten Niveau vor dem russischen Angriff auf die Ukraine. 2021 hatte die Zahl noch bei 80 344 gelegen. Echte Entspannung auf dem Wohnungsmarkt ist nach wie vor nicht in Sicht.

Wichtigster Treiber der wieder anziehenden Zahlen waren Einfamilienhäuser. In ihnen wurden 11 665 Wohnungen genehmigt, 1.880 mehr als 2024. Dahinter folgen neue Mehrfamilienhäuser mit einem Anstieg um 835 auf 26 824 und Wohnheime mit einem Plus von 568 auf 2756. Neue Zweifamilienhäuser liegen dagegen nicht mehr im Trend: Hier sank die Zahl um 288 auf 3052.

Auffällig ist, dass sich die Regierungsbezirke teils deutlich unterschiedlich entwickeln. So geht es im Süden nach unten: in Oberbayern um 9,4 Prozent auf 20 462 genehmigte Wohnungen, in Schwaben sogar um 9,9 Prozent auf 7940. Die anderen fünf Regierungsbezirke weisen ein Plus auf. In Mittelfranken steigt die Zahl um 42 Prozent auf 8045, in Niederbayern um 26,8 Prozent auf 6319, in Unterfranken um 23,8 Prozent auf 3791, in der Oberpfalz um 23,4 Prozent auf 4954 und in Oberfranken um 19,1 Prozent auf 2638. Auch zwischen Großstadt und Land gibt es deutliche Unterschiede: In den Landkreisen legen die Genehmigungen um 7,7 Prozent auf 36 713 zu, in den fünf Großstädten sinken sie.

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