München – Der Freistaat schreibt die Bahnlinie München–Hof (über Regensburg und Weiden) neu aus. Der neue Vertrag für die Regionalzuglinie RE 2, die derzeit die Deutsche Bahn innehat, soll von Ende 2028 bis 2043 laufen. „Es handelt sich dabei um eine der längsten Nahverkehrslinien im Freistaat“, teilt die zuständige Bayerische Eisenbahngesellschaft mit. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) räumt ein, die Linie gehöre „zu den Schlusslichtern“ bei der Betriebsqualität. Bei den Fahrgästen ist sie wegen des Ausfalls der alten Dieselloks der Baureihe 218 auch gefürchtet.
Das soll sich ab Ende 2030 ändern, weil dann auf einen zeitraubenden Lokwechsel in Regensburg verzichtet werden soll. Grund für den Lokwechsel bisher: die 180 Kilometer zwischen Regensburg und Hof sind nicht elektrifiziert. Künftig sollen Hybridlokomotiven dabei helfen, ohne Lokwechsel auszukommen. Zwei Möglichkeiten gebe es, erläuterte Bernreiter: Entweder werde eine Kombination aus Diesel- und Elektroantrieb eingesetzt. Hier sind schon Lokomotiven auf dem Markt, etwa von Siemens. Oder aber es werde eine Akkulok eingesetzt, die zwischen München und Regensburg erst Strom aus der Leitung zapfe, und anschließend damit fahre. So eine Lok ist im Moment noch nicht auf dem Markt. Eine Elektrifizierung der Strecke sei zwar im Bedarfsplan des Bundes angemeldet. Da sich das Projekt „aber noch in einer frühen Planungsphase befindet, wird die Realisierung noch viele Jahre dauern“.DW