Ruhe bewahren, wenn ein Wolf gesichtet wird.
Pfaffenhofen – Mitte Januar war im Landkreis Pfaffenhofen ein Rotwild gerissen worden – nun steht fest, dass es sich dabei um den Angriff eines Wolfes handelt.
Wie das Landratsamt am Montag mitteilt, steht nach Abschluss der genetischen Untersuchung durch das Landesamt für Umwelt fest, dass der Nutztierriss im Bereich Eckersberg eindeutig einem Wolf zuzuordnen sei. Das betroffene Gebiet ist daher von den Behörden als Fördergebiet für präventiven Herdenschutz ausgewiesen. Das bedeutet, dass tierhaltende Betriebe Fördermittel für Schutzmaßnahmen wie wolfssichere Zäune oder Herdenschutzhunde erhalten. Spaziergängern, die einen Wolf sichten, empfiehlt das Landratsamt, Ruhe zu bewahren. Bei einer Sichtung soll man ruhig weitergehen, nicht stehen bleiben oder davonlaufen. Hunde sollen vor allem in Weide- und Waldrandbereichen angeleint werden.
Lokalmedien zufolge ist es der erste Wolf seit Langem in der Gegend. Im Dezember hatte die Sichtung von zwei Wölfen an einem Spielplatz im benachbarten Kreis Eichstätt für Aufregung gesorgt. Anfang November war in der Nähe eine Wölfin von einem Auto überfahren worden. Daher wurde vermutet, dass es sich bei den Jungwölfen um deren Nachwuchs handeln könnte. MM