München/Regensburg – Der frühere Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs gibt sich einen Monat vor Beginn eines erneuten Prozesses gegen ihn kämpferisch. „Ich kämpfe für mich selbst“, sagt der 54-Jährige bei einem Infoabend. „Weil ich davon überzeugt bin, dass mir nicht Gerechtigkeit widerfahren ist.“
Hintergrund ist das Parteispenden-Verfahren gegen ihn, das ab 11. März vor dem Landgericht München I teilweise neu aufgerollt wird. Die Ermittlungen gegen Wolbergs waren 2016 öffentlich geworden. Dem damaligen SPD-Politiker waren mit Blick auf den Kommunalwahlkampf 2014 Vorteilsnahme und Bestechlichkeit vorgeworfen worden, es folgten mehrere Prozesse. In einem wurde er verurteilt, bleib aber straffrei. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil später als zu milde auf und verwies di Sache ans Landgericht zurück.
Wolbergs, der heute für die Wählergemeinschaft Brücke im Regensburger Stadtrat sitzt, berichtete von dieser schweren Zeit in seinem Leben. Auf die Vorwürfe habe er damals entspannt reagiert: „Ich wusste, das ist falsch.“ Den Ermittlern wirft er Fehler vor. Für den neuen Prozess sind 13 Verhandlungstermine anberaumt. Das Urteil könnte am 20. Mai fallen.