LIEBE KINDER

von Redaktion

Meine Entenfreundin Agnes und ich waren früh aufgestanden, um den Sonnenaufgang zu sehen. Gebannt beobachteten wir, wie der Himmel rot, gelb und lila leuchtete. Ich quakte beeindruckt: „Ich habe noch nie einen so schönen Farbverlauf gesehen!“ Agnes stimmte zu: „Du hast Recht – dieser Sonnenaufgang ist wirklich ein Spektakel. Ich wundere mich immer wieder, dass das alles nur eine optische Illusion ist.“ Entgeistert starrte ich meine Freundin an und fragte: „Was meinst du damit?“

Agnes erklärte, dass die Welt eigentlich gar nicht farbig ist. Wir nehmen sie nur bunt war. Das liegt am Sonnenlicht: Es enthält viele Farben. Nur, wenn Gegenstände von Licht angestrahlt werden, sehen sie für uns farbig aus. Ohne Licht erscheint uns alles in Grautönen. Ich schnatterte: „Als wir im Dunkeln zum Weiher gewatschelt sind, sah das Gras nicht grün aus, sondern schwarz. Warum ist das so?“ Meine Entenfreundin quakte, dass Licht sich in Wellen verbreitet. Die Lichtwellen können verschieden lang sein. Diese Wellenlängen nehmen wir als Farben wahr. Blau hat zum Beispiel sehr kurze Wellen, Rot sehr lange. Im Auge befinden sich 100 Millionen Sehsinneszellen. Sie schicken die Info ans Gehirn. Und das kann sogar Farben zusammenmischen: Wenn zum Beispiel Signale für Blau und Rot ankommen, sieht das für das Gehirn wie Lila aus. Ich quakte: „Wie toll, dass mein Gehirn so viel Arbeit leistet, damit ich wunderschöne Sonnenaufgänge ansehen kann!“ Eure Paula

Artikel 1 von 11