Das Dorfener Prinzenpaar: Nicole I. und Bernhard I. mit den tausenden Zuschauern im Hintergrund. © Weingartner
Die Frühlingsbringer ziehen mit ihren Masken durch Mittenwald. © Peter Kornatz
Mittenwald/Dorfen – Mit dem 12-Uhr-Läuten der Kirche wurde gestern das traditionsreiche Faschingstreiben in Mittenwald eingeleitet. Am Unsinnigen Donnerstag ziehen dort seit Jahrhunderten die Maschkera durch die Straßen – auch heuer wieder vor den Augen unzähliger Schaulustiger. Alle sind sie wieder dabei, die Schellenrüher, die für die zwölf Kalendermonate stehen, die Mühlradl-Ziecher, die Fleckerlmänner, die Jacklschutzer und die Frühlingsbringer in ihren prächtigen Kostümen. Sie alle wollen den Winter vertreiben und die Frühlingsgeister wecken.
Auch in Dorfen wurde gestern ausgelassen der Unsinnige Donnerstag gefeiert. Dort enterten nach langer Tradition die Hemadlenzn in weißen Nachthemden den Ort. Ein Festtag in Dorfen: Schüler haben für das Spektakel frei, Geschäfte bleiben geschlossen. Die Karnevalsgesellschaft Dorfen spricht von 4500 Teilnehmern – ein Rekord. Auch viele Auswärtige kamen in den Landkreis Erding, um den Faschingsbrauch zu verfolgen. Zum Finale des Umzugs wird die Hemadlenzn-Puppe am Marienplatz verbrannt.PK/AND