LIEBE KINDER

von Redaktion

„Wisst ihr, dass am Sonntag der Tag des Regenwurms ist?“, schnatterte Agnes. Sie hatte im Kalender mit den Aktionstagen geschmökert. „Ein Regenwurm sieht nie das Licht, denn Augen hat er nicht“, quakte Klara. „Wo hast du das denn her?“, brummte Waldemar. „Habe ich mal bei den Zweibeinern gehört“, quakte Klara. „Augen würden dem Wurm auch gar nichts nützen“, quakte ich, „ist ja dunkel unter der Erde.“ „Er ist blind, taub und kann nur kriechen“, brummte Waldemar, „ist schon ein armer Wurm.“ „Finde ich nicht“, schnatterte Agnes, „unter der Erde findet er alles, was er zum Leben braucht. Und Waldemar, der Regenwurm frisst ununterbrochen, der muss nicht schlafen. Das würde dir doch gefallen.“ Waldemar schüttelte den Kopf. „Viel essen ist schon ok, aber schlafen will ich auch“, brummte er. „Der Regenwurm frisst jeden Tag etwa die Hälfte von dem, was er selbst wiegt“, sagte Agnes.

„Ich habe mal gehört, dass aus einem Regenwurm zwei werden, wenn er in der Mitte geteilt wird, stimmt das“, fragte ich. „Ganz bestimmt nicht“, quakte Agnes. „Ein Regenwurm kann zwar weiterleben, wenn er geteilt wird, aber nur das vordere Stück lebt weiter, und das auch nur, wenn das hintere Stück nicht zu lange ist. Im vorderen Teil des Wurms sind seine lebenswichtigen Organe, aber hinten ist sein Darm, von dem muss auch noch genug da sein. Aber der Regenwurm kann Schmerzen nicht fühlen wie wir, sonst könnte er so eine Verletzung niemals überleben.“ Hättet ihr das gewusst? Eure Paula

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