von Redaktion

Welch toller Tag war gestern. Waldemar, Klara, Agnes und ich fuhren auf einem Faschingswagen der Zweibeiner mit. Das kam so: Wir standen in unseren Vampir-Verkleidungen an der Straße, an der der Faschingszug entlang führte, plötzlich schnatterte Klara aufgeregt: „Da ist ein Dracula-Schloss!“ Tatsächlich war auf einem der Wagen ein Schloss nachgebaut, daneben standen als Vampire verkleidete Zweibeiner. Sie hatten so wie wir spitze Zähnen und rot geschminkte Augen. „Sie haben sogar Blut an ihren Lippen“, brummte Waldemar, „sieht echt gruselig aus.“ Dann entdeckte uns eine kleine Vampir-Zweibeinerin. „Mama, schau“, rief sie, „die sollen bei uns mitfahren“. Einer der größeren Vampire sprang vom Wagen und hob uns vier nacheinander hinauf. „Juhuu“, jubelte Klara. Auch mein Herz wummerte vor Freude.

Als wir abends an unseren See zurückgekehrt waren, besuchten wir Dr. Berta Raspelzahn. „Vielleicht könnt ihr euch nach diesem Trubel vorstellen, wie verrückt der Karneval in Rio ist“, sagte Berta. „In jeder Nacht von Freitag bis Dienstag ziehen tausende Zweibeiner durch die Stadt.“ Berta erklärte uns, dass dabei die Vorführungen der Sambaschulen im Mittelpunkt stehen. „Samba ist ein besonderer Tanz.“ Der Karneval in Rio gelte als das größte Volksfest der Welt, erklärte Berta. „Ach, das würde ich gerne mal erleben“, quakte Klara. Aber Berta meinte: „Das wäre dir zu viel Trubel.“ Sie hatte Recht. Klara war schon eingeschlafen. Eure PaulaTEXT: CHRISTINE MERK

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