Lastwagen überrollt achtjährigen Bub

von Redaktion

Kind stirbt nach Unfall in Starnberg – Faschingsgesellschaft sagt große Feier ab

Den Laster hat die Polizei sichergestellt. Er hat in Starnberg gestern einen Achtjährigen überrollt. © ps

Starnberg – Bei einem Verkehrsunfall in Starnberg ist am gestrigen Dienstag ein achtjähriger Bub so schwer verletzt worden, dass er kurz darauf im Krankenhaus gestorben ist. Mit seiner älteren Schwester hatte der Bub gegen 10.30 Uhr eine Fußgängerampel am Tutzinger-Hof-Platz überqueren wollen, als ein Lastwagen von der B2 kommend an der Kreuzung ebenfalls nach rechts abbiegen wollte. Beide Kinder saßen auf Fahrrädern. Sowohl für den 56-jährigen Lasterfahrer als auch für Kinder zeigte die Ampel nach bisherigem Kenntnisstand der Polizei grün. Die Schwester konnte die Straße noch unbeschadet queren, ihr Bruder aber wurde hinter ihr vom Lastwagen erfasst und laut Polizei mehrfach von seinen Reifen überrollt.

Drei Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Starnberg waren in direkter Nähe unterwegs und noch vor Eingang des Alarms am Unfallort. Sie reanimierten den Buben, bis sie ihn Notarzt und Sanitätern übergaben. Am Tutzinger-Hof-Platz landete kurz darauf der am Klinikum Harlaching stationierter Rettungshubschrauber mit einem Kindernotarzt an Bord.

Das in der Hinterachse eingeklemmte Fahrrad des Buben ist wie der Laster selbst von der Polizei sichergestellt worden. Die Staatsanwaltschaft hat ein unfallanalytisches Gutachten angeordnet. Gegen Lasterfahrer wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

Die Starnberger Faschingsgesellschaft Perchalla brach aufgrund des Unfalls das für den Mittag geplante Faschingstreiben in nur rund 200 Meter Entfernung ab. Das Bündnis Mitte Starnberg um Ex-Bürgermeisterin Eva Pfister und Ex-Stadtrat Markus Mooser kündigte eine Demonstration für diesen Freitag an. Sie fordern unter anderem sichere, baulich getrennte Radwege entlang der B2 sowie Tempo 30 in der Ortsdurchfahrt. Die Gefahren für Radfahrer und Fußgänger in dem Bereich seien seit Jahren bekannt, so die Kritik. PETER SCHIEBEL

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