Haselpollen sind für viele Allergiker ein Graus. © Arno Burgi/pa
München – Hasel- und Erlenpollen machen den Allergikern in Bayern bereits zu schaffen. Der Grund dafür seien recht milde Temperaturen im Februar, teilte das Gesundheitsministerium in München mit. Rund 1,4 Millionen Menschen im Freistaat leiden demnach unter Heuschnupfen, also reagieren auf bestimmte Pollen etwa mit juckenden Augen, triefender Nase oder Niesen.
Betroffene finden aktuelle Messwerte zum Pollenflug in Bayern beim elektronischen Polleninformationsnetzwerk (pollenflug.bayern.de/pollenflug-24h), das alle drei Stunden neue Daten zur Verfügung stellt. An acht Standorten wird die Pollenkonzentration allergieauslösender Pflanzen automatisch erfasst. Demnach wurden Hasel- und Erlenpollen in diesem Jahr schon an allen acht Messstandorten erkannt. Zum Wochenstart zeigte sich etwa in München, Altötting und Marktheidenfeld eine hohe bis sehr hohe Belastung.
„Wenn es zu akuten Beschwerden kommt, sollten Betroffene in Absprache mit den Ärztinnen und Ärzten möglichst rasch passende Medikamente einnehmen, um die Symptome zu lindern“, erklärte Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU). Fachleute raten, eine mögliche Allergie unbedingt abklären zu lassen, denn unbehandelt könne diese zu Asthma führen.
Müssen sich Betroffene angesichts der Klimaerwärmung darauf gefasst machen, mehr zu leiden? Das elektronische Pollenmonitoring in Bayern gibt es seit 2019. Damit ist die Zeitspanne laut dem Ministerium zu kurz für eine Aussage darüber, ob sich die Pollensaison ausgeweitet oder verschoben hat. Neben dem automatischen System gibt es in Bayern Pollenfallen zur Entdeckung neuer Pflanzenarten, die im Labor ausgewertet werden. Diese Messdaten wiesen laut dem Ministerium darauf hin, dass die Menge etwa der Hasel- und Erlenpollen in der Saison zugenommen habe. Außerdem hätten Studien gezeigt, dass der Pollenflug der Hasel tendenziell früher beginne. Allgemein könne man sagen, dass die Pflanzen bei höheren Temperaturen früher zu blühen beginnen. Dadurch könne sich die Pollensaison verlängern.DPA