Agnes erklärte gestern, warum Zebras Streifen tragen. Früher nämlich glaubte man, dass Zebras schwarz-weiße Streifen haben, damit Raubtiere von ihnen verwirrt werden und Zebras somit besser fliehen können. Man dachte, dass die Zebras deshalb größere Überlebenschancen haben. Mittlerweile hat man aber rausgefunden, dass das nicht stimmt: Löwen nehmen die Streifen gar nicht wahr, sondern für sie sehen Zebras am ganzen Körper grau aus.
Agnes erklärte, dass die Streifen den Zebras vermutlich bei der Tarnung vor viel kleineren Tieren helfen: Nämlich Mücken. In den Regionen, in denen Zebras in Afrika leben, gibt es die Tse-Tse-Mücke. Diese überträgt eine gefährliche Krankheit. Zebras und auch Zweibeiner können von dieser Mücke die Schlafkrankheit bekommen. Die Krankheit macht müde und kann sogar zum Tod führen. Forschende haben herausgefunden, dass die Tse-Tse-Mücken die Zebrastreifen nicht mögen. In einem Experiment flogen diese Mücken viel mehr auf Tiere, die nicht mit Streifen angemalt waren. Man geht davon aus, dass bei den Vorfahren der Zebras diejenigen mit Streifen die größeren Überlebenschancen hatten.
Agnes schnatterte, dass die Wissenschaft noch nicht ganz genau sagen kann, ob die Tse-Tse-Mücke der einzige Grund für die Zebrastreifen ist. Dazu muss noch weiter geforscht werden. Sicher ist aber, dass die Streifen auf jedem Zebra einzigartig sind – an den Streifen können Fohlen ihre Zebramamas erkennen!
Eure Paula