Bewährungsstrafe nach Berg-Drama

von Redaktion

Innsbruck – Weil er seine Freundin vor rund einem Jahr bei einer Bergtour am Großglockner zurückließ und sie dort erfror, ist ein 37-jähriger Österreicher wegen grob fahrlässiger Tötung zu einer fünfmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Innsbrucker Landesgericht verhängte zudem am Donnerstag eine Geldstrafe in Höhe von 9400 Euro gegen Thomas P. aus Salzburg. Das Urteil wurde noch am späten Donnerstagabend nach 13 Stunden Verhandlung gefällt.

In seiner Urteilsbegründung erklärte der Richter Norbert Hofer, die verstorbene 33-Jährige sei „Galaxien“ vom alpinistischen Können des Salzburgers entfernt gewesen. Sie habe sich in dessen „Obhut“ begeben und sei davon ausgegangen, dass er die „Verantwortung“ für sie übernehme. Der 37-Jährige hatte vor dem Richter gesagt, es täte ihm „unendlich leid“. Er beteuerte, er habe seine Freundin „geliebt“. Zudem betonte der Angeklagte mehrfach, über „keinerlei Alpin-Ausbildung“ zu verfügen und somit keinesfalls in der Rolle des Bergführers gewesen zu sein.

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