Deutlicher Rückgang bei den Asylzahlen

von Redaktion

Innenminister Herrmann sieht Kommunen spürbar entlastet – mehr Rückführungen und freiwillige Ausreisen

München – Angesichts sinkender Asylbewerberzahlen und steigender Abschiebe- und Ausreisezahlen sieht Innenminister Joachim Herrmann (CSU) inzwischen spürbare Entlastungen für Bayerns Kommunen. „Die Asylwende ist in vollem Gange“, sagte er. Die Asylzugangszahlen hätten sich halbiert und gingen weiter zurück. Diesen Trend sehe man besonders deutlich seit der Verstärkung der Grenzkontrollen durch die schwarz-rote Bundesregierung und dem Beginn von Zurückweisungen auch von Asylbewerbern an den Grenzen. Die Zeit der „naiven Migrationspolitik“ sei vorbei.

Im vergangenen Jahr sind 13 865 Asylbewerber neu nach Bayern gekommen – 57 Prozent weniger als im Vorjahr. Auch die Zahl der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine ging zurück, von 20 000 auf 17 000 Menschen. Allerdings waren die Asyl-Zugangszahlen schon vor Amtsantritt der schwarz-roten Bundesregierung zurückgegangen, was Experten unter anderem auf die neue politische Lage in Syrien zurückführen.

Die Zahl der Rückführungen aus Bayern stieg im vergangenen Jahr um 21 Prozent auf 3649. Die Zahl der freiwilligen Ausreisen nahm um sieben Prozent auf 15 764 zu. 1405 Personen wurden abgeschoben, die zuvor strafrechtlich verurteilt worden waren.

Auch die Zahl der Menschen, die in Asylbewerberunterkünften und anderswo untergebracht werden mussten, ging merklich zurück. Ende 2024 waren es noch 138 000 Menschen, ein absoluter Höchststand. Binnen eines Jahres ging die Zahl nun auf 124 500 zurück. Ein Bedarf an geeigneten und bezahlbaren Unterkünften bestehe zwar weiterhin. „Es ist in Summe aber kein Zuwachs an Unterkunftsplätzen mehr erforderlich“, sagte Herrmann.

Auch vom Arbeitsmarkt verkündete Herrmann gute Nachrichten. Bayern weise mit 75,5 Prozent die bundesweit höchste Erwerbstätigenquote von Menschen mit Migrationshintergrund sowie die niedrigste Arbeitslosenquote von Ausländern auf. Für den Arbeitsmarkt sei das ein entscheidender Faktor: „Der Beschäftigungsaufbau in Bayern wird seit 2023 nur noch von ausländischen Staatsangehörigen getragen“, sagte Herrmann.DPA

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