Gestern kauzte mir der Walskauz Ulrich von Eiswüsten. „Aber in Wüsten ist es doch heiß“, widersprach ich meinem Freund. „Nicht zwingend. Das Wort Wüste beschreibt extrem trockene Gebiete mit wenig bis keine Vegetation. Es muss dort jedoch nicht zwingen heiß sein“, klärte Ulrich mich auf. Überrascht hob ich den Flügel: „Wie sieht eine Eiswüste aus?“ „Eiswüsten sind ganzjährig mit Eis und Schneebedeckt. Dort ist es extreme kalt, da in Eiswüsten Temperaturen von minus 20 bis minus 50 Grad herrschen. Da der Boden das gesamte Jahr über gefroren ist, können dort keine Pflanzen wachsen. Dennoch leben dort wenige Tiere, die sich an die extremen Bedingungen angepasst haben. Im Sommer sammeln sie Energie für den Winter und ernähren sich von Fisch und Meerestieren. Zu den Tieren, die in Eiswüsten überleben können, gehören vor allem Pinguine, Wale, Roben, eine Vielzahl an Vögeln, Eisbären und Fische“, berichtete der Kauz. „Weißt du auch, wie Eiswüsten entstehen?“, fragte ich. „Durch extreme klimatische Bedingungen, wie die dauerhaft unter null liegenden Temperaturen, sehr wenig Regen, den Luftdruck sowie trockene Winde. Neben der Antarktis, die sogar ein eigener Kontinent ist und 40-mal so groß wie Deutschland, gehört auch die Arktis zu den Eiswüsten. Diese ist jedoch kein eigener Kontinent, da sie ausschließlich aus gefrorenem Wasser besteht, während die Antarktis aus Wasser sowie gefrorener Landmasse besteht“, erklärte Ulrich.
Eure Paula