Brauneck/Schliersee – Antonia Asenstorfer, Geschäftsführerin der Brauneck- und Wallbergbahn sowie der Alpenbahnen Spitzingsee, hat am gestrigen Freitag die Skipiste am Brauneck selbst unsicher gemacht: „Die Bedingungen waren durch Beschneiung und nächtliche Minusgrade schon vorher gut. 30 Zentimeter Neuschnee sorgen jetzt für richtig Fahrspaß.“ Für das Wochenende sei man gewappnet. Das Geschäft lief bisher gut, am Freitag aber kamen spürbar mehr Gäste. „Wir merken, wenn es bis in tiefere Lagen schneit. Dann steigt dort die Lust auf den Ausflug in den Schnee“, sagt sie. Zweistellige Plusgrade seien kein Problem, Regen und warmer Wind schon.
Abseits der Pisten sollte man bei hoher Lawinengefahr achtsam sein. Am Raukopf im Taubensteingebiet im Kreis Miesbach ist ein Schneebrett abgegangen. Auf dem Portal tourentipp.com berichtet ein Nutzer, drei Skifahrer seien grad noch davongekommen. Im Aostatal gelang das einem 54-jährigen Deutschen am Donnerstag nicht. Er und ein weiterer Mann wurden auf 2550 Metern verschüttet. Der eine konnte leicht verletzt geborgen werden, der 54-Jährige starb später stark unterkühlt im Krankenhaus. Dort herrschte Lawinenwarnstufe vier von fünf. In den hiesigen Bergen liegt sie über 1600 Meter laut Lawinenwarndienst Bayern aktuell bei 2 („mäßig“) und 3 („erheblich“).
Wetter und Lawinenlage sollte man vor jeder Tour prüfen. Drei Wanderer hat der Schnee am Donnerstag überrascht. Der Bodenschneidhaus-Wirt im Kreis Miesbach alarmierte die Bergwacht, weil die Gäste aus Weimar nicht bei ihm eintrafen. Die Bergwacht konnte ein Handy der Verstiegenen lokalisieren und die unterkühlten, orientierungslosen Männer, zwischen 17 und 18 Jahre alt, im Dunkeln retten. SCO/DAK/DPA