Regen sorgt für Überflutungen

von Redaktion

Keller laufen voll, Skigebiet geschlossen – aber Entspannung ist in Sicht

Die Super-Pumpe im Einsatz: Der Olchinger Kommandant Josef Gigl war gestern dankbar für die Anschaffung. © Gehre

Im Landkreis Miesbach wurden durch den Regen einige Straßen überschwemmt. Auch in anderen Regionen liefen Keller voll. © Martin Weidringer

München – Schnee, Tauwetter und Dauerregen – das sorgte in Bayern gestern für eine angespannte Lage. Der Deutsche Wetterdienst warnte vor Hochwasser, auch die Lawinengefahr ist in den Alpen vor allem in höheren Lagen nach wie vor groß. Schneebrettlawinen könnten sich durch Neuschnee von selbst lösen oder von einzelnen Wintersportlern verursacht werden, heißt es im Lawinenlagebericht. Oberhalb von 2000 Metern galt gestern die zweithöchste Gefahrenstufe 4 – vor allem in den Werdenfelser Alpen, den Berchtesgadener Alpen und den Allgäuer Alpen. Dafür sorgt vor allem der Neuschnee in den Höhen.

Für weite Teile des Freistaats galten gestern Warnungen vor Überflutungen. Und in einigen Orten stand auch prompt das Wasser im Keller. Im Süden Olchings etwa im Landkreis Fürstenfeldbruck standen einige Keller unter Wasser. Den Anwohnern steckt noch das letzte große Hochwasser im Juni 2024 in den Knochen. Doch mittlerweile sind die Rettungskräfte besser gerüstet. Für 250.000 Euro hat die Stadt eine Hochleistungspumpe angeschafft. Die kam nun das erste Mal zum Einsatz. Sie kann 2000 Liter Wasser pro Minute einsaugen. Gestern war bereits klar: „Das Geld für die Pumpe ist gut investiert“, wie der Olchinger Bürgermeister Andreas Magg sagte. Auch im etwa einen Kilometer entfernten Eichenau herrschte am Dienstag Land unter. Auch dank eines Bibers, der einen Damm im Starzelbach gebaut hat. Das Wasser trat über die Ufer und flutete Straßen und Radwege.

Auch in anderen Regionen kam es durch den anhaltenden Regen vereinzelt zu Hochwassersituationen. Einen etwas größeren Feuerwehreinsatz gab es in Miesbach, dort stand eine Straße unter Wasser. Die Pisten im Skigebiet Sudelfeld mussten gestern wegen Überschwemmung geschlossen werden. Am Spitzingsee gab es teilweise Einschränkungen. Dort waren aber trotz des Regens vereinzelt Skifahrer unterwegs. Auch in vielen Gewässern stiegen die Pegal deutlich an. Im Tegernsee innerhalb von 24 Stunden um 40 Zentimeter. Gestern Nachmittag lag der Pegel mit 7,25 Meter noch knapp unterhalb der ersten Meldestufe.

In Nordbayern hat sich die Situation schon gestern Nachmittag deutlich entspannt. Dort war in einigen Regionen die Hochwasser-Meldestufe 3 erreicht, schon gestern Nachmittag lief das Wasser aber ab. In den Berchtesgadener und Chiemgauer Alpen sind in der Nacht auf Dienstag 30 bis 40 Liter pro Quadratmeter gefallen. Nun ist aber Besserung in Sicht. Schon gestern stiegen die Temperaturen in Teilen Bayerns auf bis zu 15 Grad, der Regen ließ am Nachmittag nach. Spätestens heute kommt überall im Freistaat die Sonne raus und es wird frühlingshaft bei 12 bis 17 Grad.TOG/DAK/DPA

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