Viele Kröten wandern gerade zu Laichgebieten. © Stein/dpa
München – Das deutlich mildere Wetter lässt vielerorts in Bayern die ersten Amphibien auf Wanderschaft gehen. Um die Amphibien vor dem Straßentod zu schützen, helfen insgesamt 6000 Freiwillige und retten jährlich mehr als 500.000 Amphibien, wie der Bund Naturschutz mitteilte. Auch Mitglieder anderer Tierschutzvereine wie der Landesbund für Vogel- und Naturschutz beteiligen sich an der bayernweiten Rettungsaktion.
Vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung sowie in den Nachtstunden sind die Amphibien unterwegs und laufen Gefahr, massenhaft überfahren zu werden. Denn auf dem Weg zu ihren Laichgewässern müssen sie oft Straßen überqueren. Überall in Bayern werden deshalb Amphibienzäune aufgebaut. „In den letzten Jahren kommen von unseren Aktiven aus ganz Bayern alarmierende Signale. An den meisten Übergängen werden selbst Allerweltsarten wie Erdkröte und Grasfrosch weniger“, sagte BN-Amphibienexperte Andreas Zahn.
Nachttemperaturen von mindestens sechs Grad und Regen seien der Startschuss für die alljährliche Wanderung der Amphibien. Zu den wandernden Amphibien zählen Teichmolche, Springfrösche und Erdkröten – für ihren Schutz würden helfende Hände gesucht. Insbesondere die Kontrolle der Zäune und der Transport der Tiere über die Straße erfordert Zeit und Personal. Der BN hofft auf besondere Vorsicht und Rücksichtnahme von allen Autofahrern „Jeder sollte sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten und sein Fahrtempo freiwillig auf Straßen reduzieren, die an Teichen oder Feuchtgebieten vorbeiführen. Nicht nur wegen der Lurche, sondern auch für die Helfer, die am Straßenrand Tiere einsammeln“, sagte Zahn.DPA