von Redaktion

Neulich ließ ich mich mit Klara und Agnes auf unserem See treiben und genoss die Sonnenstrahlen, die unser Gefieder erwärmten. „Wisst ihr, auf wen ich mich im Frühling freue?“, quakte Klara. „Spiegelkarpfen Franz-Josef, obwohl ich mich manchmal ein wenig schwertue, ihn zu verstehen. Er blubbert schon sehr starkes Bayerisch“, setzte sie nach, wobei sie das Wort in drei Silben aussprach: Bay-e-risch.

„Das heißt Bairisch!“, kam es prompt von Agnes zurück. Wir mussten gar nicht nachfragen, denn wie so oft lieferte sie uns die Erklärung gleich hinterher. „Das Wort bayerisch mit einem y in der Mitte bedeutet, dass etwas Bayern betrifft oder aus Bayern stammt. Es kommt in vielen Eigennamen vor und schreibt sich in der Standardsprache mit ye, also bayerisch. Es gibt den Bayerischen Wald, die Bayerische Staatsoper, den bayerischen Ministerpräsidenten und vieles mehr. Manchmal wird das e hinter dem y auch weggelassen, meist in der Umgangssprache. Das passiert oft, wenn es ums Essen geht, bei bayrischer Wurst oder der bayrischen Brezn zum Beispiel.“ „Aber ich habe das e doch sogar mitgesprochen!“, protestierte Klara. „Das war aber trotzdem falsch, weil du dich auf die Sprache bezogen hast“, erklärte Agnes geduldig. „Sobald es um die Mundart geht, nämlich den bairischen Dialekt, verwendet die Sprachwissenschaft ein i statt dem y. Sie unterscheidet auch zwischen Nordbairisch, Mittelbairisch und Südbairisch. Das wird alles jeweils mit ai geschrieben.“Eure Paula

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