Notlandung wegen Powerbank

von Redaktion

Tölzer Paar erlebt Odyssee wegen überhitztem Akku im Flieger

Einsatzkräfte in Trondheim nach der Notlandung.

Vera und Sebastian König in Tromsø vor Polarlichtern.

Bad Tölz – Auf ihrem Flug von Oslo nach Tromsø haben die Urlauber Vera und Sebastian König aus Bad Tölz eine Notlandung miterlebt. „Nach etwa einer halben oder Dreiviertelstunde hat es in der Sitzreihe hinter uns zu qualmen angefangen“, berichtet Sebastian König. Erst dachte der 43-jährige Lehrer an eine E-Zigarette. Doch tatsächlich hatte ein Fluggast eine Powerbank an seinen Laptop angeschlossen, wodurch diese überhitzte. Viele Fluggesellschaften verbieten daher die Nutzung tragbarer Akkus. Der Flieger der Königs musste deshalb notlanden.

Die Bordcrew packte die Powerbank in eine Metallbox. Wasser und Eis konnten die Hitzeentwicklung aber nicht unterbinden, sodass in Trondheim schon die Feuerwehr wartete. Für 186 Passagiere ging es nicht mehr weiter. „Alle vier Flugbegleiter durften nicht weiterfliegen, weil sie giftigen Dämpfen ausgesetzt waren“, sagt König. Statt vier Tagen blieben dem Paar nur mehr 17 Stunden am Ziel Tromsø. Nach der Odyssee wünscht sich König mehr Aufmerksamkeit für das Powerbank-Thema: „Wenn man sieht, dass der Sitznachbar damit hantiert, sollte man ihn freundlich auf die möglichen Folgen hinweisen.“AST

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