Streit um Ebenböckhaus

von Redaktion

Pasing: Künstler sollen einziehen – Bezirksausschuss sieht Veranstaltungen gefährdet

Das Ebenböckhaus in Pasing: Hier soll das Artist-in-Residence-Programm einziehen. © Pasinger Archiv

München – Die Garage des Ebenböckhauses in Pasing müsse dauerhaft als Lagerraum für kulturelle Veranstaltungen erhalten bleiben. Sollte das nicht möglich sein, brauche es eine ebenerdige Alternative. Das forderte der Bezirksausschuss (BA) in seiner jüngsten Sitzung per interfraktionellem Antrag. Denn dem Gremium sei zugetragen worden, dass der Garagenbau zu einem Atelier für das Artist-in-Residence-Programm umgestaltet werden soll.

Die Pasinger Fabrik, die Kinder- und Jugendwerkstatt, das Archiv der Münchner Arbeiterbewegung – sie und viele mehr nutzen seit vielen Jahren das Ebenböckhaus und den dazugehörigen Garten für kulturelle Veranstaltungen. Und eben diese sieht der BA gefährdet, sollte nun die Garage als Lagerraum für Stühle, Bänke, Tische, Veranstaltungstechnik oder Getränke wegfallen.

Es gebe zwar im Hauptgebäude einen Keller, dieser ist laut BA allerdings extrem feucht, weshalb dort in der Vergangenheit gelagertes Material schnell verschimmelt sei. Auch ein angedachter Bau eines Ersatzlagerraums östlich der Garage oder an anderer Stelle im Ebenböckgarten könne aufgrund des Denkmalschutzes nicht umgesetzt werden.

Um das Kulturprogramm dauerhaft aufrechterhalten zu können, so der BA, müsse vor einer eventuellen Umgestaltung der Garage in jedem Fall für adäquaten Ersatz gesorgt werden. Alternativ müssten eben für eine Erweiterung des Programms Artists in Residence andere geeignete Lösungen gefunden werden.VIN

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