Am Teich war es noch ein bisschen wintermüde. Das Wasser gluckste leise, als würde es selbst gähnen, und ich paddelte eine Runde. Da hörte ich ein leises Schnief. Auf einem Stein saß eine kleine Ente. Sie hatte die Flügel eng an den Körper gedrückt und starrte auf die Wasseroberfläche. „He, du“, schnatterte ich vorsichtig. „Warum guckst du so traurig?“ Die kleine Ente zog den Schnabel hoch. „Ich heiße Lotta“, quakte sie. „Und… dieses Jahr… kann ich wieder keinen Geburtstag feiern, weil er nicht kommen wird.“ „Unsinn“, schnatterte ich. „Geburtstage sind hartnäckig.“ Lotta seufzte. „Ich bin am 29. Februar geschlüpft.“ In dem Moment kam Frau Dr. Berta Raspelzahn und sagte: „Lotta, du bist eine Schaltjahr-Ente. Alle paar Jahre bekommt der Februar einen Extratag, weil die Erde für eine Runde um die Sonne nicht genau 365 Tage, sondern ein bisschen länger braucht. Damit der Kalender trotzdem zu den Jahreszeiten passt, bekommt er alle paar Jahre einen Extra-Tag: den 29. Februar. In Jahren ohne Extratag gibt es den 29. nicht. Aber du bist trotzdem da. Du wirst älter, weil die Zeit vergeht, nicht weil ein Kalenderblatt dich abnickt.“ Sie lächelte. „Wir machen deinen Geburtstag als Übergang: ein bisschen Ende Februar, ein bisschen Anfang März. Ein Tag, der zwischen zwei Tagen wohnt.“ Also warteten wir auf den letzten Februar-Abend und bastelten ein Fest: Schilf als Girlande und eine glänzende Alge als Kuchen. Lotta schloss die Augen und wünschte sich etwas. Eure Paula