LIEBE KINDER

von Redaktion

Vor ein paar Tagen fanden wir einen schwarzen Handschuh. Agnes schnatterte, dass dieser sie an die Olympischen Spiele von 1968 erinnere.“ „Wie kommt das?“, quakte ich. Agnes holte aus: „Damals reckten zwei Sportler bei der Siegerehrung ihre schwarz behandschuhte Faust in die Luft, und sie bekamen dann gewaltig Ärger.“ „Warum das?“ schnatterte Klara. Agnes quakte, dass die schwarzen Fäuste damals als ein Zeichen gegen die Benachteiligung der farbigen Menschen in Nordamerika galten. Die kluge Ente erklärte: „Das war, nachdem der schwarze Bürgerrechtler Martin Luther King ermordet wurde. Bei der Siegerehrung setzten die beiden Sportler mit den schwarzen Handschuhen dann ein Zeichen gegen Rassismus und gegen die Benachteiligung wegen der Hautfarbe, was damals leider als normal galt.“ Klara quakte wütend auf. „Solch eine Ungerechtigkeit! Da hatten die Sportler doch vollkommen recht, dass sie ein Zeichen dagegen setzten.“ Agnes quakte: „Ja, das war mutig von den beiden, von denen einer die Goldmedaille gewonnen hatte und der andere die Bronzemedaille.“ Aber es ging nicht gut aus für die beiden, jedenfalls nicht mit ihrer sportlichen Karriere, schnatterte sie: Tommie Smith wurde sofort vom Olympischen Komitee von weiteren Spielen ausgeschlossen. „Ich verstehe nicht, warum es dafür so harte Strafen geben musste“, quakte ich. Agnes schaute ernst. „Bei den Olympischen Spielen sollte es nie um Politik gehen“, erklärte sie streng. Eure Paula

Artikel 6 von 11