IN KÜRZE

von Redaktion

Luxusautos für Russland: Haftstrafe für Händler

Würzburg – Ein Autohändler aus dem Kreis Miltenberg ist vom Landgericht Würzburg wegen des gewerbsmäßigen Verstoßes gegen die Russland-Embargoverordnung zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Über den Angeklagten waren 111 Luxusautos (Wert: 20 Millionen Euro) nach Russland gelangt. Er war auf gepanzerte Fahrzeuge eines namhaften deutschen Herstellers spezialisiert. Da er keine Neuwagen direkt beziehen durfte, baute er ein Beschaffungsnetzwerk mit Strohfirmen auf. Die Ermittler konnten Lieferungen von weiteren 400 Neuwagen verhindern.

Anhänger mit 93 Schweinen landet im Bach

Schönau – Ein mit 93 Schweinen beladener Anhänger ist in Niederbayern in einem Bach gelandet. 25 der Tiere starben bei dem Unfall, sagte ein Polizeisprecher. Zu dem Unglück war es gekommen, weil die Deichsel des Anhängers zuvor in einer Kurve gebrochen war. Menschen wurden bei dem Unfall bei Schönau (Landkreis Rottal-Inn) nicht verletzt.

Untersuchung zu Missbrauch im Heim

Willmars/München – Im Kinderheim Nicolhaus in der Rhön sollen Minderjährige von den 50er- bis in die 80er-Jahre sexualisierter Gewalt ausgesetzt gewesen sein. Auch wenn die möglichen Verbrechen – etwa durch einen Pfarrer – verjährt sind, soll sie eine wissenschaftliche Studie der LMU München aufarbeiten. 2012 hätten laut Studienleiter Christopher Spehr Ex-Heimkinder erstmals öffentlich von Gewalt berichtet. Das Heim im 450-Einwohner-Dorf gibt es seit 1884, aktuell leben dort 48 Kinder. Die Forscher führen Interviews mit Betroffenen und sichten Quellen. Die Studie finanzieren etwa die Evangelisch-Lutherische Kirche und das Diakonische Werk in Bayern.

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