DAS PORTRÄT

Vom Kinderzimmer auf die Festivalbühne

von Redaktion

Steve Witzlsperger aus Anzing. © Dziemballa

Als STVW hat Steve Witzlsperger eine stetig wachsende Fangemeinde. Auf Instagram folgen ihm 200.000 Menschen, auf TikTok 241.000. Sein Stil: ein Mix aus Punkrock und elektronischer Musik. Er nennt das „Punk Rave“. Im Studio des 31-jährigen Software-Entwicklers stehen ein Mikrofon, mehrere E- und zwei Akustik-Gitarren. Mit 17 begann er, elektronische Musik zu produzieren: „Manchmal kommt mir eine Idee für eine Melodie oder ich fange auf der Gitarre an, mit Akkorden zu experimentieren. Dann versuche ich, um diese Idee herum zu bauen.“ Vor der Pandemie reift der Entschluss, mehr daraus zu machen. „Um aus der Masse herauszustechen, habe ich mich gefragt, was ich anders machen könnte als andere Künstler.“ Bands wie Sum 41 oder Blink-182 prägten ihn, moderne DJs wie Timmy Trumpet faszinieren. Warum nicht beides verbinden?

Der Punk Rave kommt an. Ein Höhepunkt war sein Auftritt bei Rock im Park. Seine meisten Fans leben in den USA. Auch in Kanada, Großbritannien, Deutschland und Australien wächst das Publikum. Seit 2025 organisiert er eigene Tourneen. Bei seinen Shows steht er am DJ-Pult und spielt Gitarre. „Ich will dem Publikum das Gefühl geben, gleichzeitig auf einem Rock-Konzert und einem Rave zu sein.“ Im Februar führt ihn die „Punk Rave Tour“ nach Sydney, Brisbane und Melbourne. Im April nach Kanada. Dazu kommen Festivals. Langfristig möchte er noch tiefer in die Rock-Welt eintauchen. Um die Kreativ-Batterie aufzuladen, kommt der Musiker ins ruhige Anzing. Jungen Leuten rät er: „Wenn man dafür brennt, muss man es auch durchziehen.“ Die Sozialen Medien seien die ideale Plattform.IULIA MOACA

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