„Die Ameisen waren fleißig im letzten Frühjahr“, quakte Agnes gestern. Verschlafen öffnete Waschbär Waldemar seine Augen. „Wie kommst du denn jetzt auf Ameisen?“, brummte er. „Wegen der Schneeglöckchen“, quakte Agnes. „Die Schneeglöckchen hier rundherum sind heuer schon wieder mehr als im letzten Jahr. Findet Ihr nicht?“ Waldemar, Klara und ich sahen uns um. „Ich glaube, du hast recht“, schnatterte Klara, „da hinten unter der Weide haben letztes Jahr nur wenige Schneeglöckchen geblüht. Jetzt sind es ganz viele.“
„Ach, jetzt weiß ich auch, was du meinst, Agnes“, quakte ich, „dass die Ameisen die Samen der Schneeglöckchen dorthin getragen haben, oder?“ Agnes nickte eifrig. „Die Samen der Schneeglöckchen haben einen Fortsatz, den die Ameisen gerne fressen, und so verbreiten die Ameisen die Schneeglöckchen auf der Wiese.“
„Stimmt“, quakte Klara, „das hast du uns schon mal erklärt. Aber den Namen dafür konnte ich mir nicht merken. Der war kompliziert.“ „Myrmekochorie“, quakte Agnes, „das ist, wenn Ameisen die Früchte oder Samen von Pflanzen verbreiten. Ameisen tun das auch mit den Samen von Walderdbeeren und Krokussen.“ „Dann tun die Ameisen auch etwas sehr Gutes für Bienen und andere Insekten“, schnatterte ich, „denn weil die Krokusse so früh blühen, können sich diese Insekten in den Blüten der Krokusse den ersten Nektar holen. Und wenn es viele Krokusse gibt, gibt es auch viel Nektar.“
Eure Paula