Bayern will flächendeckend Notstromaggregate

von Redaktion

München – Zur Verbesserung des Katastrophenschutzes soll die Feuerwehr in allen bayerischen Landkreisen und Städten bis Ende 2028 mit Notstromgeräten ausgestattet werden. Ziel sei es, bei einem längeren Stromausfall die Belastungen für die Bevölkerung bestmöglich abzumildern und kritische Infrastruktur am Laufen zu halten, teilte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) mit. Die ersten 19 Geräte seien bereits ausgeliefert worden, etwa an Ansbach und Erlangen.

„Aus dem Sonderinvestitionsprogramm Katastrophenschutz Bayern 2030 haben wir seit 2022 insgesamt 29 Millionen Euro für die Beschaffung von Notstromkapazitäten eingesetzt“, betonte Herrmann. Zudem sollen 21 Netzersatzanlagen für die Elektroversorgung des THW, die etwa Krankenhäuser oder ganze Ortsteile mit Strom versorgen können, ab Herbst ausgeliefert werden. Besonders wichtig bleibe außerdem die Krisenvorsorge der Kommunen. Sie erstellen unter anderem Notfallpläne für Stromausfälle und seien erste Anlaufstellen für die Bevölkerung in Krisenfällen.

In Berlin hatte es am 3. Januar einen Brandanschlag auf das Stromnetz gegeben. In der Folge war die Stromversorgung von rund 45.000 Haushalten der Hauptstadt tagelang unterbrochen gewesen. Dabei wurde klar, wie verletzlich die kritische Infrastruktur in Deutschland sei. Auch wenn die Beschaffung in Bayern schon davor geplant gewesen sei, habe der Vorfall klar gezeigt, wie wichtig die Vorsorge sei.

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