Eine Kapelle in einzigartiger Lage

von Redaktion

Bauausschuss genehmigt Antrag von Unternehmer Haslberger

Auf dieser Wiesenfläche im Außenbereich soll die Kapelle von Unternehmer Franz Haslberger entstehen. © Gemeinde

Bad Wiessee – Zwölf Meter lang, sieben Meter breit, der Turm 13 Meter hoch – das sind die stattlichen Ausmaße einer geplanten Kapelle am Tegernsee. Der Unternehmer Franz Haslberger (Baustoffe „Hasit“), der in Bad Wiessee das einstige Berggasthaus Bauer in der Au besitzt und seit Jahren nurmehr exklusiv vermarktet, plant auf dem Areal ein weiteres Bauwerk: eine Kapelle.

Der Bauer in der Au wird beworben mit dem Hinweis, er eigne sich auch gut für Hochzeiten. „Ein privates Hideaway für Hochzeiten, Firmenfeiern oder besondere Anlässe – stilvoll, abgeschieden, einzigartig“, heißt es auf der Homepage. Zur jüngsten Sitzung lag dem Wiesseer Bauausschuss nun ein Kapellen-Bauantrag des Unternehmers vor. Bauamtsleiter Anton Bammer stellte die Pläne vor und berichtete auch von einem Schreiben der örtlichen Pfarrkirchenstiftung, die das Ansinnen unterstütze. Ebenso liege eine E-Mail des Landratsamtes vor, das in einer ersten Einschätzung die Kapelle für genehmigungsfähig hält.

Im Gegensatz zu anderen strittigen Bauvorhaben Haslbergers regte sich im Bauausschuss dieses Mal kein grundsätzlicher Widerstand gegen das gewünschte Projekt. „Das ist prinzipiell ein gutes Vorhaben“, meinte CSU-Sprecher Florian Sareiter. Er mutmaßte allerdings, dass die Kapelle am Berg nicht nur für Wanderer dienen werde. „Mit einer Kapelle lässt sich besser heiraten dort oben“, sagte er. Doch immerhin soll das Gotteshaus für jedermann zugänglich sein. Die Mitglieder des Ausschusses erteilten dem Bauantrag mit 8:0 das gemeindliche Einvernehmen – wenngleich angeregt wird, Ausmaße und Höhe der Kapelle zu reduzieren.GABI WERNER

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