Aufgeregt kamen Klara und Waldemar gestern vom Dorf zurück. „Agnes, Paula“, schnatterte Klara schon von Weitem. „Habt ihr gesehen, dass die Zweibeiner hier jetzt eine Bürgermeisterin haben?“ „Das scheint etwas Besonderes zu sein“, brummte Waldemar, „denn Klara und ich haben gehört, wie sich ein paar Zweibeiner darüber unterhielten, dass die neue Bürgermeisterin nicht in eine Stichwahl müsse.“ „Wisst ihr, was eine Stichwahl ist?“, schnatterte Klara, „die Zweibeiner stechen sich doch nicht wirklich?“ „Oh nein“, quakte ich, „natürlich nicht.“
„Bei einer Bürgermeisterwahl kann nur der gewinnen, der mindestens die Hälfte aller Stimmen bekommt“, quakte Agnes. „Stellt euch vor, dass vier Zweibeiner Bürgermeister werden wollen. Einer von ihnen bekommt zehn Prozent der Stimmen, einer 15 Prozent, einer 30 Prozent und einer 45 Prozent, dann gibt es eine Stichwahl, bei der die Wähler zwischen den zwei Kandidaten mit den meisten Stimmen entscheiden müssen.“ „Das klingt kompliziert, macht aber Sinn“, quakte ich. „So ist sicher, dass mindestens die Hälfte der Wähler mit dem neuen Bürgermeister einverstanden ist.“
„Wie geht es jetzt weiter nach dieser Wahl?“, brummte Waldemar. „Die neu gewählten Gemeinde- oder Stadträte kommen zu einer ersten Sitzung zusammen und werden vereidigt“, schnatterte Agnes. „Sie müssen versprechen, dass sie dem Grundgesetz treu sind und sich überhaupt an die Gesetze halten“, quakte ich. Eure Paula