Zwei Tote in den bayerischen Alpen

von Redaktion

Bergwacht warnt vor winterlichen Verhältnissen im Gebirge

Der Rettungshubschrauber im Einsatz an der Bodenschneid im Kreis Miesbach. © Bergwacht Hausham

Schliersee/Raubling – Die frühlingshaften Temperaturen haben am Wochenende zahlreiche Wanderer in die Berge gelockt. Doch die Bedingungen in den Alpen sind derzeit teilweise noch tückisch. Und so kam es zu mehreren Bergwachteinsätzen.

Eine 74-Jährige ist während einer Bergwanderung im Landkreis Miesbach etwa 150 Meter tief gestürzt und gestorben. Die Frau sei von der Bodenschneid bei Schliersee abgestiegen, teilte die Polizei mit. Dabei sei sie am Samstag auf hartgefrorenem Altschnee ausgerutscht und das steile Gelände hinabgerutscht. Ersthelfer sowie die Bergwacht und die Besatzung eines Rettungshubschraubers eilten zu Hilfe. Die 74-Jährige starb jedoch an der Unfallstelle.

Während des Einsatzes seien noch andere Bergsteiger an der Stelle ausgerutscht, hieß es. Die Polizei warnt gemeinsam mit der Bergwacht vor den teils winterlichen Verhältnissen im Gebirge. Die Nordseite und Stellen im Schatten seien größtenteils noch mit Schnee bedeckt.

Auch im Landkreis Rosenheim kam ein Wanderer ums Leben. Der 46-Jährige stürzte am Sonntag beim Abstieg vom Petersberg bei Flintsbach in ein steiles Waldgelände und wurde tödlich verletzt. Der Mann sei zusammen mit einem Begleiter und einem weiteren Wanderer unterwegs gewesen, teilte die Polizei mit. Er allein stürzte – warum, ist bislang unklar. Die Bergwacht und ein Notarzt konnten nur noch den Tod des 46-Jährigen feststellen.

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