Bei uns am See ist es manchmal nachts immer noch kalt. Und weil Klara sehr leicht friert, hat ihr Hofhund Benno neulich seinen Hundemantel ausgeliehen, den er manchmal bei Spaziergängen im Winter vom Bauern angezogen bekommt.
„Wie geht das Ding zu?“, fragte Klara und nestelte mit ihrem Schnabel an dem Stoff herum. Agnes und ich halfen ihr in den Mantel, der ja auf einen Hund zugeschnitten ist und Klara nicht so recht passen wollte. „Mit dem Klettverschluss kannst du ihn schließen“, schnatterte Agnes. Und siehe da, endlich rutschte der Stoff nicht mehr von Klaras Gefieder. „Danke, Agnes“, quakte Klara erleichtert. „Klettverschlüsse sind eine prima Erfindung.“
„Die haben wir einem Schweizer Ingenieur namens George de Mestral zu verdanken“, schnatterte Agnes. „Der Klettverschluss ist ein schönes Beispiel für Bionik. So nennt sich die Wissenschaft, die durch die Nachahmung der Natur neue Technologien entwickelt. Und das kam im Falle des Klettverschlusses so: Mestral ging eines Tages mit seinem Hund spazieren und stellte hinterher fest, dass ein paar Früchte einer Kletterpflanze im Fell seines Vierbeiners hängen geblieben waren. Diese untersuchte er unter einem Mikroskop und erkannte, dass die Kletten am Ende ihrer Stacheln lauter kleine, biegsame Häkchen hatten, die sich so mit der haarigen Oberfläche des Hundes verhakten. So kam er auf die Idee, diese Entdeckung für die Herstellung von Verschlüssen zu nutzen.“ ………………..Eure Paula