Gestern waren wir Enten wieder einmal bei Frau Dr. Berta Raspelzahn zum Essen eingeladen. Aber mir schmeckte es nicht. „Irgendwie schmeckt die Petersilie seltsam“, quakte ich. „Das ist Koriander“, berichtigte Berta, „aber den kann man leicht mit glatter Petersilie verwechseln, zumindest äußerlich. Vom Geschmack her ist Koriander sehr viel aromatischer, viel pfeffriger, würziger.“
„Also ehrlich gequakt schmeckt er eher wie Seife…“, meinte ich. „Ach so!“, rief die Biberin und schob hinterher: „Ich weiß, was du meinst, Paula. Ich hab mal gelesen, dass viele Zweibeiner Koriander gerne mögen, aber manche von ihnen können das gar nicht nachvollziehen, weil er bei ihnen ein seifiges Gefühl im Mund hinterlässt.“ Die Biberin holte aus: „Es gibt eine Studie aus dem Jahr 2012 aus den USA, die sich mit den Daten einer Firma beschäftigt hat, die private Genom-Analysen durchführt, also sich mit dem Erbgut von Zweibeinern befasst. Die Forscher untersuchten das Datenmaterial von fast 30.000 Amerikanern und entdeckten, dass eine der zwei genetischen Varianten für einen speziellen Geruchsrezeptor offenbar darüber entscheidet, ob jemand Koriander als seifig empfindet oder nicht. Dieser Rezeptor spricht auf die Aldehyde in dem Kraut an, das sind organische Verbindungen. Und diese sind die gleichen Aldehyde, die auch in Seife vorkommen. Es könnte also sein, dass bei einigen das Gehirn denkt, sie äßen Seife, und deshalb als Schutz mit starker Abwehr darauf reagiert.“
Eure Paula