von Redaktion

Waschbärfreund Waldemar jammerte gestern, dass er Rückenschmerzen habe. Als er abends immer noch lauthals darauf hinwies, dass er seinen Körper nicht richtig bewegen konnte, schnatterte ich: „Versuche doch mal Yoga! Vielleicht hilft dir das bei deinen Schmerzen.“ Waldemar brummte: „Das klingt spannend! Was ist Yoga?“ Ich schnatterte, dass Yoga vor ungefähr 5000 Jahren in Indien entstanden ist. Damals stand beim Yoga aber nicht, so wie heute, die Sportübungen im Vordergrund. Viel wichtiger war die Beschäftigung mit dem eigenen Geist. Dafür meditierten die Zweibeiner oft stundenlang in einer Art Schneidersitz. Meditieren bedeutet, sich nur auf sich selbst zu konzentrieren. Die Zweibeiner hofften, dadurch göttliche Erleuchtung zu erhalten. Yoga war zu dieser Zeit eng mit der Religion Hinduismus verbunden. Als Indien von Europa erobert und zu einer Kolonie, also zu einem Besatzungsgebiet wurde, wurden Zweibeiner, die Yoga machten, von der Gesellschaft ausgeschlossen, weil man fand, dass sie nicht zivilisiert seien.

Mein Waschbärfreund entgegnete: „Aber hast du nicht vorhin gesagt, dass heute Zweibeiner weltweit Fans von Yoga sind?“ Ich quakte, dass das stimmt. Als es in Europa zur Mode wurde, den eigenen Körper fitzuhalten, wurde Yoga auch dort beliebt, hat sich aber verändert: Die Körperbewegungen wurden wichtiger und die Übungen für den Geist verloren an Bedeutung. Heute betreiben Millionen Zweibeiner auf der ganzen Welt Yoga. Eure Paula

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